Pressekonferenz zum Jahresauftakt

Vor den eingeladenen Vertretern der Presse hielt der Bauernverband Sachsen-Anhalt e.V. seine zweite, jährliche Jahresauftakt-Pressekonferenz ab. Die Journalisten von Rundfunk, Zeitungen und Fachmedien erhielten am 15. Januar, passend zur anstehenden Internationalen Grünen Woche, einen Überblick zu den Themen des Berufsstandes und den Standpunkten des Verbandes in der Agrarpolitik.

Verschiedene Standpunkte in der Agrarpolitik wurden zuletzt u.a. mit Blick auf das Thema Fruchtfolge medienwirksam diskutiert, erklärte Sven Borchert, Vizepräsident des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt. Das vonseiten des BMEL angestrebte Ziel, „das Kulturpflanzenspektrum bis 2030 auf mindestens fünf verschiedene Kulturpflanzen je Ackerbaubetrieb zu erhöhen“, wäre zwar ambitioniert, aber grundsätzlich umsetzbar – wenn es sich ökonomisch trägt. Es müssen Möglichkeiten der Vermarktung und des Pflanzenschutzes bestehen. Der Rückgang im Anbau von Zuckerrüben und Raps in Sachsen-Anhalt hat zuletzt gezeigt, dass ohne die Berücksichtigung dieser Faktoren keine Etablierung von Kulturen in den betrieblichen Fruchtfolgen stattfinden kann.

Bei dem Thema Diversität von Kulturpflanzen gilt, wie bei der Diskussion zur Biodiversität insgesamt: „Ein ehrlicher Umgang mit den Landwirten vonseiten der Politik ist unerlässlich. Dazu zählen nicht zuletzt auch verpflichtende Zusagen“, führte Verbandspräsident Olaf Feuerborn weiter aus. Das gelte in Sachsen-Anhalt besonders mit Blick auf die Natura 2000-Landesverordnung: „Wir werden den Evaluationsprozess anschauen. Wir werden aber nicht davon weggehen, dass es einen verpflichtenden Ausgleich für Einschränkungen geben muss.“

Berichtet wurde über die Pressekonferenz u.a. in der Volksstimme, zu lesen unter https://kurzelinks.de/j1zs und in der Süddeutschen Zeitung (über die dpa), zu lesen unter https://kurzelinks.de/2bvy.