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Archiv für die Kategorie: Tierhaltung

Du bist hier: Startseite1 / Tierhaltung

Biosicherheit im Blick

29. April 2025/in Tierhaltung/von Erik Hecht

Für die Tierhaltung stellen Tierseuchen eine große Gefahr dar. Um das aktuelle und perspektivische Risiko optimal bewerten zu können, haben das Friedrich-Loeffler-Institut und die Universität Vechta eine „Risiko-Ampel“ für Tierhaltungsbetriebe und unterschiedliche Haltungsformen entwickelt. Darin enthalten sind sowohl die aktuellen Vorgaben als auch aktuelle fachliche Empfehlungen.

Über folgenden Link gelangen Sie zur Risiko-Ampel: https://risikoampel.uni-vechta.de/

Daten über das Auftreten von Tierseuchen in Deutschland finden Sie über folgenden Link: https://tsis.fli.de/cadenza/

https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2025/04/cowshed-4464199_1920_pixabay_matthiasboeckel.jpg 1062 1416 Erik Hecht https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2024/06/BV_Logo_cmyk_2022.svg Erik Hecht2025-04-29 13:18:302025-04-29 13:18:30Biosicherheit im Blick

Deutschland wieder vollständig frei von Maul- und Klauenseuche

15. April 2025/in Tierhaltung/von Erik Hecht

Am 14. April 2025 hat die Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) Deutschland erneut den Status „Maul- und Klauenseuche (MKS)-frei ohne Impfung“ zuerkannt. Dieser Schritt bestätigt die erfolgreiche Eindämmung des MKS-Ausbruchs vom Januar 2025 in Brandenburg. Nach dem Auftreten der Seuche bei Wasserbüffeln im Landkreis Märkisch-Oderland wurden umgehend umfassende Maßnahmen ergriffen. Dazu gehörten die Einrichtung von Sperrzonen, ein temporäres Verbringungsverbot für Klauentiere sowie intensive Untersuchungen in betroffenen und angrenzenden Betrieben. Berufsstand und öffentliche Stellen haben schnell und effektiv zusammengearbeitet. Weitere Fälle wurden nicht festgestellt.

Die rasche Wiedererlangung des MKS-Freiheitsstatus ist für die deutsche Landwirtschaft von großer Bedeutung. Sie stärkt das Vertrauen internationaler Handelspartner und ermöglicht die Wiederaufnahme des Exports von Tieren und tierischen Erzeugnissen in zahlreiche Länder. Dies ist für die deutsche Landwirtschaft wichtig, weil nicht alle Teile der hierzulande gehaltenen Tiere vom heimischen Markt nachgefragt werden.

https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2025/04/cow-7240035_1280_pixabay_dendoktoor.jpg 853 1280 Erik Hecht https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2024/06/BV_Logo_cmyk_2022.svg Erik Hecht2025-04-15 13:09:272025-04-15 13:09:27Deutschland wieder vollständig frei von Maul- und Klauenseuche

Info zur Maul- und Klauenseuche

10. Januar 2025/in Tierhaltung, Verbandsnachrichten/von Erik Hecht

Stand 10.01.25, 13:45

Im Landkreis Märkisch-Oderland (Brandenburg) wurden in einem Rinderbestand die Maul- und Klauenseuche festgestellt. Es waren drei Wasserbüffel betroffen, insgesamt bestand die Herde aus 11 Tieren. Die Tötung des Bestandes wurde angeordnet, es gibt eine 3 km Schutzzone und eine 10 km Überwachungszone, informierte das MWL Sachsen-Anhalt.

Weitere Fälle sind aktuell nicht bekannt!

Fortlaufend neue Informationen gibt es auf der Seite des Landesbauernverbandes Brandenburg: lbv-brandenburg.de

Der LBV Brandenburg hat im Rahmen einer Pressekonferenz erklärt: Das Land Brandenburg hat bewiesen, dass es mit Tierseuchen umgehen kann. Tierhalter haben hohe Standards bei Biosicherheit und Gesundheitsmanagement. Das Veterinäramt, der Tierseuchenbekämpfungsdienst des Landes und FLI arbeiten unter Leitung des Landestierarztes zusammen.

https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2025/01/buffalo-6684024_1280_pixabay_nguyenthienlong.jpg 853 1280 Erik Hecht https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2024/06/BV_Logo_cmyk_2022.svg Erik Hecht2025-01-10 13:55:492025-01-13 07:53:44Info zur Maul- und Klauenseuche

Bundestagsabgeordnete besuchen Agrargesellschaft Riestedt: Diskussion über Änderungen des Tierschutzgesetzes

17. September 2024/in Agrarpolitik / Verbandsarbeit, Tierhaltung/von Erik Hecht

Die Bundestagsabgeordneten Ingo Bodtke (FDP) und Katrin Budde (SPD) besuchten am 17. September 2024 die Agrargesellschaft Riestedt. Betriebsleiter Torsten Wagner führte durch den Betrieb, stellte die Abläufe der Tierhaltung vor und betonte, dass das Wohl der Tiere für den Betrieb höchste Priorität habe. Ein Tierhalter mit langer Erfahrung kennt seine Tiere und weiß, dass nur gesunde Tiere gute Leistungen erbringen können.

Im Mittelpunkt des Besuchs stand die Diskussion über die geplanten Änderungen des Tierschutzgesetzes. Frau Katharina Nyenhuis, Schweinehalterin und Tierärztin, sowie Mitarbeiterinnen des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt e.V. und Betriebsleiter Wagner konnten aus fachlicher Sicht verdeutlichen, dass die geplanten Änderungen des Tierschutzgesetzes unverhältnismäßig sind. Insbesondere die vorgesehene Erweiterung der Dokumentationspflichten und der zusätzliche Aufwand für Landwirte und Tierärzte durch die Einführung einer Betäubungspflicht beim Enthornen wurden kritisiert. Ob mit einer Umsetzung tatsächlich ein Mehrwert für das Tierwohl geschaffen würde, bewerten die Praktiker sehr kritisch.

Trotz vieler Hinweise aus dem Berufsstand wurde die Praxisnähe der geplanten Maßnahmen bei vielen Punkten des Gesetzesentwurfes nicht berücksichtigt. Durch unpräzise Formulierungen, geringe Übergangsfristen und nicht umsetzbare, vorgesehene Verfahren, wie das Einführen verpflichtender Abkalbe-Boxen mit fest definiertem Zeitfenster zur Nutzung tragender Rinder, die Überwachung von Tierkörperbeseitigungseinrichtungen und verschärfte Detailregelungen zur Reduktion des Schwanzkupierens in der Schweinehaltung wird die Nutztierhaltung erneut massiv beeinträchtigt.

Die Abgeordneten haben sich während des Rundgangs durch die Ställe einen Eindruck von der Tierhaltung und den Auswirkungen des Gesetzesentwurfes verschaffen können. Wenn die Tierhaltung in Sachsen-Anhalt eine Zukunft haben soll, dürfen die Betriebe nicht mit immer neuen Einschränkungen belastet werden.

Bild v. l. n. r.: MdB Katrin Budde, Torsten Wagner, MdB Ingo Bodtke, Kreisgeschäftsführerin Ulrike von Angern

 

https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2024/09/Bild_Praxis.jpeg 2048 1536 Erik Hecht https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2024/06/BV_Logo_cmyk_2022.svg Erik Hecht2024-09-17 16:26:502024-09-17 16:26:50Bundestagsabgeordnete besuchen Agrargesellschaft Riestedt: Diskussion über Änderungen des Tierschutzgesetzes

Kommentar der Verbandsspitze im Informationsheft 10/2023

4. Oktober 2023/in Agrarpolitik / Verbandsarbeit, Tierhaltung, Verbandsnachrichten/von Erik Hecht

Liebe Leserinnen und Leser,
bei dem Begriff „Landwirtschaft“ denken die meisten an den Ackerbau. Nicht weniger wichtig für die Landwirtschaft ist aber die zweite Säule, die Tierhaltung. Die Zahl der Tierhalter hierzulande wird jedoch kontinuierlich geringer. Dieser Trend ist nicht nur für die Landwirtschaft eine schlechte Nachricht, sondern für alle Menschen in Sachsen-Anhalt, denn es macht uns gesellschaftlich, ökologisch und kulturell ärmer.
Rinder und Schafe sind Landschaftspfleger. Ihre Rolle in der Kulturlandschaft kann nicht überbewertet werden. In Sachsen-Anhalt tragen sie maßgeblich zur Erhaltung und Gestaltung unserer einzigartigen Kulturlandschaften bei. Sie halten nicht nur Wiesen und Weiden kurz, sondern sie verhindern auch das Zuwuchern von Flächen mit unerwünschter Vegetation. Diese Bewirtschaftung trägt dazu bei, dass unsere Landschaften so aussehen, wie wir sie kennen und schätzen - gepflegt und offen.
Währenddessen verwerten die Tiere Pflanzen, die nicht für die menschliche Ernährung geeignet sind. Viele Teile von Pflanzen, die für den Menschen nicht direkt nutzbar sind, können von Tieren verwertet werden. Durch die Verfütterung an Rinder und Schweine können beispielsweise Nebenerzeugnisse aus der Pflanzenöl-Produktion genutzt werden. Dies trägt zur Effizienz der Landwirtschaft bei, da diese Tiere pflanzliche Materialien in wertvolle tierische Produkte wie Fleisch und Milch umwandeln. Darüber hinaus spielen die Tiere eine wichtige Rolle in der Kreislaufwirtschaft. Sie produzieren natürlichen Dünger, der wiederum zur Düngung von Feldern verwendet werden kann. Dies reduziert die Notwendigkeit von mineralischen Düngemitteln und trägt zur Regionalität unserer Landwirtschaft bei.
Besonders in Sachsen-Anhalt sind Rinder und Schafe in der Landwirtschaft von großer Bedeutung. Die traditionelle Beweidung von Flächen spielt eine zentrale Rolle in dieser Region und prägt das Landschaftsbild entscheidend. Die Weiden entlang der Elbe, in der Harzregion, der Altmark und viele andere Teile des Landes wären ohne die Beweidung durch Rinder und Schafe nicht das, was sie heute sind. Diese Tiere helfen dabei, die charakteristischen Flächen zu erhalten und schaffen Lebensraum für zahlreiche andere Pflanzen- und Tierarten. Denn neben der landschaftlichen Bedeutung tragen Rinder und Schafe besonders auch zur Artenvielfalt bei. Die Beweidung von Grünlandflächen fördert eine reiche Vielfalt an Pflanzenarten. Diese wiederum bieten Nahrung und Lebensraum für viele Insekten, Vögel und andere Tiere. Die Bewirtschaftung von Grünland schafft ökologische Nischen, von denen viele bedrohte Arten profitieren. Ohne die Weidetiere würde diese Vielfalt nach und nach verschwinden.
Nicht vergessen werden darf, dass die Tierhaltung auch eine soziale und kulturelle Bedeutung hat. Sie ist tief in die Tradition und Geschichte der Region verwurzelt, Viehzucht hat Generationen von Menschen in Sachsen-Anhalt ihren Lebensunterhalt gesichert und eine starke Bindung zur Landwirtschaft geschaffen. Die Arbeit mit den Tieren prägt das kulturelle Erbe vieler Familien, wie zuletzt beim Landeserntedankfest in Magdeburg zu sehen war.
Die noch bestehende Tierhaltung hierzulande am Leben zu halten, ist aus den genannten Gründen sehr wichtig und ist aus meiner Sicht eine wichtige und gesellschaftliche Aufgabe. Die verbleibenden Tierhalter stehen nämlich vor enormen Herausforderungen. Wer Tierhaltung hat, ist pro Woche meist ein bis zwei Tage nur mit Bürokratie beschäftigt. Wenn man selbst die Verarbeitung macht und vielleicht sogar eine eigene Vermarktung hat, steigen bürokratische Nachweispflichten sowie die Zahl der Prüfungen und Kontrollen noch weiter an. Dem gegenüber stehen Erzeugerpreise, die besonders bei Schafhaltern schon lange nicht mehr die Kosten decken. Für Schweinehalter und Milch-Betriebe ist die wirtschaftliche Situation seit Jahren ein Drahtseilakt, der viele zum Aussteigen bringt.
Es reicht nicht, wenn Politik sich zur regionalen Tierhaltung bekennt und Verbraucher sich diese wünschen. Politiker müssen sich auf allen Ebenen spürbar dafür einsetzen und Verbraucher müssen regionale Produkte kaufen, wenn diese (noch) da sind. Dann können Tierhalterinnen und Tierhalter auch mit gutem Gewissen in neue Haltungsformen investieren und den Hof an die nächste Generation weitergeben. Die Bäuerinnen und Bauern würden es liebend gerne tun!
Susann Thielecke
Vizepräsidentin Bauernverband Sachsen-Anhalt e.V.

Blick ins Heft:

https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2023/10/2023-10_cover_comp.png 1080 765 Erik Hecht https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2024/06/BV_Logo_cmyk_2022.svg Erik Hecht2023-10-04 08:26:202023-10-04 08:26:20Kommentar der Verbandsspitze im Informationsheft 10/2023

Kommentar der Verbandsspitze im Informationsheft 06/2023

5. Juni 2023/in Agrarpolitik / Verbandsarbeit, Tierhaltung, Verbandsnachrichten/von Erik Hecht
Weiterlesen
https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2023/06/2023-06_cover-1.png 1841 1328 Erik Hecht https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2024/06/BV_Logo_cmyk_2022.svg Erik Hecht2023-06-05 09:02:032023-06-05 09:03:33Kommentar der Verbandsspitze im Informationsheft 06/2023

1. Juni ist Tag der Milch

31. Mai 2023/in Milch + Rind, Tierhaltung, Verbandsnachrichten/von Erik Hecht

Es ist ein Wunder und ein Geschenk der Natur: Kühe verwandeln Gras und andere Pflanzen, die für Mensch und Tier kaum Nährwert haben, in Milch. Die Milch ist eine wichtige Nahrungsquelle und enthält wertvolle Nährstoffe wie Protein, Kalzium und Vitamine. Aus diesem Grund reicht die gemeinsame Geschichte von Rind und Mensch schätzungsweise 10.000 Jahre zurück. Kühe und ihre Milch haben dazu beigetragen, dass die Menschen sesshaft werden konnten.

Auch heutzutage sind Milchkühe ein wichtiger Teil der Landwirtschaft, zum einen wegen der Milch, zum anderen durch ihre Bedeutung für die Kreislaufwirtschaft. Kühe produzieren nebenbei Mist und Gülle, die wichtiger Dünger für die Pflanzen auf den Äckern sind, beispielsweise für Weizen und Raps oder auf dem Grünland. So trägt die Haltung von Milchkühen dazu bei, dass die Rohstoffe für Mehl und Pflanzenöl heranwachsen. Die Kühe wiederum können sogar Nebenprodukte wie Rapsextraktionsschrot verwerten, das bei der Gewinnung von Rapsöl entsteht. Nicht zuletzt sind Kühe und Weidetiere insgesamt wichtig für die Landschaftspflege. Durch das Beweiden helfen sie, die Vegetation zu kontrollieren und eine vielseitige Landschaft zu erhalten, was wiederum die Artenvielfalt fördern kann.

Wie wir uns ernähren, wird zunehmend emotional und hitzig diskutiert. Durch die Dürre gab es immer wieder Versuche von Tierhaltungsgegnern, die Milch als klimaschädlich abzustempeln. Behauptet wird, es würden hunderte Liter Wasser „verbraucht“, um einen Liter Milch zu erhalten. Dabei wird dann gerne das Regenwasser auf der Weide einberechnet, das natürlich nicht „verbraucht“ wird, sondern Teil des Kreislaufes bleibt.

Christian Schmidt ist Geschäftsführer der Agrargesellschaft Siedenlangenbeck, der Betrieb hält 650 Milchkühe, und ist Vorsitzender des Milch-Fachausschusses im Bauernverband Sachsen-Anhalt. Er kommentiert: "Gerade in Regionen mit viel Grünland wie in der Altmark oder entlang der Elbe sind Milchkühe ein wichtiger Teil der Wertschöpfungskette, um Gras zu verwerten. Sie sichern auch viele Arbeitsplätze in Handwerk, Verarbeitungsindustrie und Handel. Das Ganze wird den Menschen in der Milcherzeugung nach den guten Preisen 2022 inzwischen wieder nicht mehr ausreichend honoriert, da der Milchpreis auf 38 Cent gefallen ist. Das reicht nicht, um eine Teilhabe an der Lohnentwicklung vieler anderer Branchen zu sichern und die Inflation für die Mitarbeiter zu kompensieren, die auch an Wochenenden, Feier- und Brückentagen ihre Arbeit verantwortungsvoll leisten. Bemerkenswert ist, dass daneben die Margen des Handels selten so groß waren wie derzeit."

Hintergrund: Der Internationale Tag der Milch wurde 1957 von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und dem Internationalen Milchwirtschaftsverband (IDF) ins Leben gerufen, um auf das hochwertige Grundnahrungsmittel Milch und deren Erzeugung weltweit aufmerksam zu machen. In Deutschland erzeugen aktuell etwa 53.000 Milchviehhalter mit 3,8 Mio. Kühen rund 32 Mio. Tonnen Rohmilch für die Weiterverarbeitung durch die Molkereien zu hochwertigen Milchprodukten.

https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2023/05/milk-1377569_1280_myriams-fotos.jpg 837 1280 Erik Hecht https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2024/06/BV_Logo_cmyk_2022.svg Erik Hecht2023-05-31 13:52:102023-05-31 13:52:101. Juni ist Tag der Milch

Wir können mehr!

14. Mai 2021/in Agrarpolitik / Verbandsarbeit, Medieninformationen, Tierhaltung, Verbandsnachrichten/von Erik Hecht

Die Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt ist vielfältig und modern. Neue Arbeitsweisen, bessere Sorten und innovative  Technik haben die Arbeit unserer Landwirtinnen und Landwirte immer effizienter und nachhaltiger werden lassen.

Viele Mitbürger haben demgegenüber ein z.T. verklärtes Bild über unsere heutige Landwirtschaft. Unsere Landwirtschaft ist mit ihren unterschiedlichen, kostenintensiven und oft hochkomplexen Produktionsrichtungen in den letzten Jahrzehnten aber nicht stehengeblieben, sondern hat sich weiterentwickelt – sie ist heute nicht nur leistungsfähiger, sondern auch anspruchsvoller als je zuvor. Mit einfachen politischen Botschaften kommen wir da nicht weiter und werden den gestellten Anforderungen nicht gerecht. Wir wollen aufzeigen, wie vielfältig unsere Branche ist, wenn man sie lässt. Denn wir können mehr!

Anfang Mai haben wir ein Plakat vor dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie (MULE) in Magdeburg anbringen lassen. Für die kommenden Wochen und Monate sind weitere Aktionen in Planung. Wir wollen zeigen, wie unsere Landwirtschaft tatsächlich ist und was Landwirtinnen und Landwirte für unsere Gesellschaft leisten.

Wenn Sie mehr erfahren möchten, finden Sie weitere Infos unter www.mehrkönnen.de

Wenn Sie eines der verschiedenen Motiv anbringen wollen, finden Sie das Formular für die verschiedenen Motive und Formate HIER.

Sie haben Fragen oder Anregungen zu "Wir können mehr!"? Schreiben Sie uns unter mitgliedschaft@bauernverband-st.de

https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2021/05/MULE-Wolf_png.jpg 869 1000 Erik Hecht https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2024/06/BV_Logo_cmyk_2022.svg Erik Hecht2021-05-14 07:30:242021-05-20 21:32:03Wir können mehr!

Weidetierhaltung schützen!

3. Mai 2021/in Agrarpolitik / Verbandsarbeit, Ländlicher Raum, Tierhaltung/von Erik Hecht

Zum letzten Freitag im April hatte der Deutsche Bauernverband Stimmen von Weidetierhaltern gesammelt. Grund dafür war ein von Wolfs-Befürwortern ausgerufener "Tag des Wolfes" – der bei Weidetierhaltern auf Gegenwehr und Unverständnis gestoßen ist. Die Tierhalterinnen und Tierhalter in Wolfsgebieten müssen nämlich jeden Tag um ihre Tiere bangen. Noch mehr Videos dazu finden Sie auf der Youtube-Seite des DBV.

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https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2021/04/Final_Weidetierhaltung-Schafe.png 1000 1000 Erik Hecht https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2024/06/BV_Logo_cmyk_2022.svg Erik Hecht2021-05-03 09:25:262021-05-03 09:26:57Weidetierhaltung schützen!

Sauenhaltung im Land braucht politisches Bekenntnis zur Fortführung

12. Juni 2020/in Agrarpolitik / Verbandsarbeit, Medieninformationen, Schwein + Geflügel, Tierhaltung/von Erik Hecht

Seit Jahren wird über die Zukunft der Tierhaltung vor dem Hintergrund ständiger Anpassungen in der Tierschutznutztierhaltungsverordnung in Deutschland politisch gestritten. Besonders bei der Haltung von Zuchtsauen gehen dabei praktische Realität und politische Vorstellungen immer weiter auseinander. Zuletzt hatten Äußerungen des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie (MULE) für Verärgerung bei den Sauenhaltern in Sachsen-Anhalt gesorgt. Ministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert erklärte zum Umbau der Sauenhaltung, dass sie bei Betrieben mit Zuchtsauen nur Gruppenhaltung für förderwürdig hält, nicht aber die Modernisierung von Betrieben mit Kastenständen.

Ein mühsam ausgehandelter Kompromiss wurde im Bundesrat erneut von grünen Landesministern untergraben und kam nicht zur Abstimmung. Deshalb herrscht weiterhin Ungewissheit für Sauenhalter. Der Kompromiss sollte wichtige Punkte regeln, wie den Zeitrahmen der Umstellung und deren finanzielle Unterstützung. Bei den Tierhaltern besteht wenig Vertrauen darin, dass die teure Umstellung maßgeblich finanziell begleitet wird. Unabhängig davon bleibt die Frage, ob eine bedingt durch höhere Auflagen verteuerte Schweineproduktion in einem preissensiblen Markt überhaupt vermarktungsfähig ist.

Marcus Rothbart, Hauptgeschäftsführer des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt e.V., erklärt: „Ein deutscher, und im europäischen Vergleich restriktiverer, Sonderweg ist für viele Sauenhalter der wirtschaftliche Sargnagel. Sauenhaltung in Sachsen-Anhalt ist für einen funktionierenden, landwirtschaftlichen Wirtschaftskreislauf wichtig. Wir brauchen sehr zeitnah wirtschaftlich tragbare und politisch-verlässliche Lösungen, die den Sauenhaltern und ihren Mitarbeitern in Sachsen-Anhalt nachhaltige Produktionsperspektiven geben.“

Immer dann, wenn von Seiten des MULE und weiteren grün-geführten Landwirtschaftsministerien anderer Bundesländer neue Wege in der Landwirtschaft gefordert werden, fehlt, insbesondere bei der Tierhaltung, konsequent die Berücksichtigung wirtschaftlicher Auswirkungen und die Perspektive für die mit Tierhaltung befassten Menschen. Aktuell besteht nur die Verlässlichkeit, dass regionale Sauenhalter einen Ausstieg aus der Produktion selbst zahlen und sich die Zahl der Tierhalter verringert. Es hilft nicht, wenn man regionale Landwirtschaft und Produktionsketten fordert, aber diese mit kompromissunfähiger politischer Kostentreiberei an die Wand fährt.

https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2020/06/piglet-4133939_1920.jpg 1920 1920 Erik Hecht https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2024/06/BV_Logo_cmyk_2022.svg Erik Hecht2020-06-12 15:40:092020-06-12 15:40:09Sauenhaltung im Land braucht politisches Bekenntnis zur Fortführung
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