Projekte gehen in die nächste Runde!

Auch in diesem Jahr geht es mit den LEADER/CLLD-Projekten „Beruf-Perspektive-Dorf“ und „Dorf-macht-Schule“ weiter. Wieder dabei sind die Thomas-Müntzer-Schule aus Wernigerode und die Gemeinschaftsschule aus Egeln sowie aus Oschersleben. Neu hinzugekommen sind Sekundarschulen aus Wanzleben, Genthin und Burg. Begleitet und unterstützt werden die Projekte durch die Kreisbauernverbände Nordharz, Salzland und Jerichower Land.

Bereits vergangene Woche fanden in den genannten Schulen die Auftaktveranstaltungen statt. Die Schülerinnen und Schüler freuten sich, dass auch sie an dem Projekt teilnehmen dürfen und sind schon ganz gespannt auf die nächsten Termine. Auch in diesem Intervall werden die Projekte durch Landwirtschaftsbetriebe unterstützt.

Unsere Ausbildungsplatzbörse finden Sie unter https://grüne-berufe.de/

Ziel: Junge Menschen für Land und Landwirtschaft begeistern!

Fortlaufend Neuigkeiten im Portal

Im Mitgliederportal des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt stehen Ihnen viele aktuelle Informationen gebündelt zur Verfügung. Dort finden Sie unter anderem wichtige Hinweise zu Politik und Verwaltung, Neues aus der Verbandsarbeit, aktuelle Unterlagen und regelmäßige Updates zu Themen, die für Ihren Betrieb relevant sind.

Der Zugang ist unkompliziert, eine Registrierung ist nicht notwendig. Sie benötigen lediglich Ihre Mitgliedsnummer (7 Zahlen) und Ihr Mitgliedspasswort (8 Buchstaben). Sie können über PC, Tablet oder Smartphone jederzeit zugreifen.

Falls Sie Ihre Mitgliedsnummer oder Ihr Passwort nicht zur Hand haben, helfen wir Ihnen schnell weiter. Melden Sie sich gerne bei Ihrer Kreisgeschäftsstelle oder schreiben Sie eine E-Mail an mitgliedschaft@bauernverband-st.de.

Verzerrte Berichte zum Agrardiesel

Medieninformation 03/2026

Der Bauernverband Sachsen-Anhalt e.V. kritisiert eine verkürzte Berichterstattung zur Agrardieselsteuer-Rückvergütung. Der Schluss, dass die Rückvergütung für die Landwirtschaft nicht wichtig sei, weil ein Teil der Betriebe keinen Antrag stellt, ist falsch.

Die Strukturen in der Landwirtschaft sind vielfältig. Für kleine Betriebe fällt die mögliche Rückvergütung niedrig aus, während der Aufwand für die Antragstellung und Nachweise trotzdem hoch ist. Wer den Dieseleinsatz nicht immer nach Einsatzart trennen kann oder Unsicherheiten bei der Beantragung vermeiden will, entscheidet sich mitunter gegen einen Antrag. Eine nicht vollständige Inanspruchnahme ist daher leicht strukturell erklärbar und kein Hinweis darauf, dass die Entlastung unwichtig wäre.

Die teilweise Agrardieselsteuer-Rückvergütung wirkt dort, wo sie gebraucht wird: bei Betrieben mit hohem Maschineneinsatz, die für Bodenbearbeitung, Aussaat, Ernte und innerbetriebliche Transporte in erheblichem Umfang auf Diesel angewiesen sind. Diese Betriebe stehen im internationalen Wettbewerb, können Energiekosten nicht kurzfristig ersetzen und Kostensteigerungen in der Produktion nicht einfach am Markt durchsetzen. Die teilweise Rückvergütung ist ein gezielter Ausgleich eines strukturellen Kostennachteils.

Wir wollen und brauchen die ganze Vielfalt der Betriebe – kleine und nebenerwerbliche Betriebe ebenso wie größere Mehrfamilienbetriebe. Wer Landwirtschaft seriös einordnen möchte, muss die unterschiedlichen Betriebsstrukturen berücksichtigen. 

 

Hinweis

Die durch den BR am 11.02.2026 veröffentlichten Zahlen stehen in starkem Gegensatz zu einer Umfrage unter Landwirtinnen und Landwirten in Sachsen-Anhalt zu dem Thema. Auch viele Betriebe mit wenig bewirtschafteter Fläche geben an, dass sie einen Antrag auf die teilweise Agrardieselsteuer-Rückvergütung stellen. Der Bauernverband Sachsen-Anhalt e.V. hat daher eine Anfrage an den Zoll gestellt, um die Angaben und die Berechnung für Sachsen-Anhalt zu prüfen.

Februar-Kommentar im Informationsheft

Liebe Berufskolleginnen und -kollegen, liebe Leserinnen und Leser,

Frauen gehören zur Landwirtschaft: Sie prägen Familien, Betriebe und ländliche Räume. Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2026 zum „International Year of the Woman Farmer“ erklärt. Das ist ein wichtiges Signal. In Sachsen-Anhalt sind 11 Prozent der Betriebsleiter Frauen. Noch öfter sind sie Mitunternehmerinnen und besonders oft halten sie im Alltag vieles zusammen, was nach außen nicht sichtbar ist.

Diese Sichtbarkeit ist jedoch wichtig, nicht als Symbol, sondern als Anerkennung für echte Leistung. Unsere Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt ist stark, weil viele Frauen Verantwortung übernehmen. Sie entscheiden mit, sie organisieren, sie führen Mitarbeitende. Sie kümmern sich um Tiere, Äcker, Buchführung, Vermarktung und Ausbildung. Sie bringen neue Perspektiven auf die Höfe und sie sorgen dafür mit, dass Betriebe zukunftsfähig bleiben.

Trotzdem gibt es Punkte, bei denen wir als Gesellschaft und auch innerhalb der Branche genauer hinschauen müssen. Ein sehr wichtiges Thema ist die soziale Absicherung. Frauen arbeiten häufig über Jahre und Jahrzehnte im Betrieb mit, nicht immer ist das verlässlich in der Altersvorsorge abgebildet. Die Alterssicherung der Landwirte ist ein wichtiger Baustein der Altersvorsorge, der sowohl Landwirtinnen, Ehepartnerinnen als auch mitarbeitende Familienangehörige absichert. Allerdings ist die Alterssicherung der Landwirte nur ein Baustein, der bei weitem nicht ausreicht, um ein auskömmliches Leben im Alter sicherzustellen.

Das ist ein Risiko und einer Lebensleistung nicht gerecht. Häufig hört man den Einwand, dass der Betrieb die Altersvorsorge sei. Das Argument ist nachvollziehbar, aber von den besten Jahren bis zum Altenteil kann viel passieren. Sollte beispielsweise der Ehepartner zu früh verscheiden, oder die Erben wollen oder können den Hof nicht übernehmen, wird es schwierig. Wer täglich Verantwortung trägt, muss später auch ausreichend abgesichert sein. Hier brauchen wir mehr Bewusstsein und wir brauchen Lösungen.

Das UN-Jahr soll mehr sein als ein Motto, es sollte Gespräche anstoßen. In Familien. In Betrieben. In der Politik. In Verbänden. Es geht um Wertschätzung, es geht um faire Rahmenbedingungen. Es geht auch um die Frage, wie wir Talente halten und gewinnen. Denn ohne Frauen fehlt uns ein großer Teil der Kompetenz, der Erfahrung und der Zukunftskraft in der Landwirtschaft.

Ich wünsche mir, dass wir Frauen in allen Bereichen der Landwirtschaft noch sichtbarer werden. Dass die Bedeutung der Frauen in der Landwirtschaft gestärkt wird. Vor allem aber wünsche ich mir, dass daraus konkrete Schritte in diese Richtung folgen. Damit Frauen in der Landwirtschaft nicht nur mitarbeiten, sondern als gleich anerkannt und abgesichert ihren Platz haben. Und ich wünsche uns allen, dass noch mehr junge Frauen sich in Verbänden und Gremien einbringen, um ihre Perspektiven einzubringen. Denn das ist ein Gewinn für unsere Betriebe, die Landwirtschaft und den gesamten ländlichen Raum.

 

Katrin Beberhold
Vizepräsidentin des
Bauernverbandes Sachsen-Anhalt e.V.

 

Blick ins Heft:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das komplette Informationsheft finden Mitglieder in den kommenden Tagen in der Briefpost oder vorab im Mitgliederportal.