Beschlüsse des Milchgipfels führen keine positive Wende herbei

eutergesundheitDie Beschlüsse des heutigen Milchgipfels werden zu keiner positiven Wende bei den milchviehhaltenden Betrieben führen. Zwar gibt es das Bekenntnis von Bundesminister Christian Schmidt, Forderungen des Berufsstandes nach Finanzhilfen, Bürgschaften und steuerlichen Entlastungen zu erfüllen. Doch reicht die Höhe der in Aussicht gestellten Mittel bei weitem nicht aus, um die angespannte Situation bei den Milcherzeugern zu lösen. Weiterlesen

Betrieblichen Ausstieg aus der Nutztierhaltung sozialverträglich gestalten

kuhstallDer Fachausschuss Milch des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt e.V. hat in seiner Sitzung am 31. März 2016 über die belastende Situation in den milchviehhaltenden Betrieben beraten. Weiterlesen

Nerven in tierhaltenden Betrieben liegen blank

milchvieh„Die Nerven bei unseren Tierhaltern liegen angesichts der niedrigen Preise für Milch, Fleisch und Eier blank. Nutzvieh zu halten, damit für Produkte tierischer Herkunft in den Regalen der Lebensmittelhändler zu sorgen und Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu halten, bedeutet 365 Tage im Jahr Arbeit, von der man leben können muss“, erklärt Eberhard Stahr, Vizepräsident des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt.
Die Situation bei Schweinehaltern und bei Legehennenhaltern ist bereits seit mehreren Monaten von Preisen gekennzeichnet, die unterhalb der Wirtschaftlichkeit liegen. Seit einem Jahr befindet sich auch der Milchpreis auf Talfahrt und hat zum Ende letzten Jahres diese Grenze unterschritten.
„Die Erlöse decken nicht mehr die Kosten – grob überschlagen fährt jede Milchkuh zurzeit 1.000 Euro Minus pro Jahr ein. Für alle Milchviehhalter in Sachsen-Anhalt kommen so 127 Millionen Euro Verlust zusammen. Wenn der aufwendig produzierte Liter Milch weniger kostet als die Flasche Mineralwasser, stimmt etwas nicht“, schildert Stahr die Situation.
„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, produzieren mit unseren Tieren nachhaltig und tiergerecht. Aber die Grenze des Erträglichen ist erreicht. Die Einkäufer im Lebensmitteleinzelhandel dürfen nicht nur Angebot und Nachfrage im Blick haben, sondern müssen ihren Teil der Verantwortung für eine regionale, tiergerechte und auskömmliche Nutztierhaltung übernehmen“, fordert Stahr.
Die Initiative Tierwohl ist ein erster Schritt, doch beteiligen sich längst nicht alle Lebensmittelhändler mit Einzahlungen in den Tierwohlfonds. Die hohen Anmeldezahlen aus der Landwirtschaft zeigen, dass die Landwirte bereit sind noch mehr Tierwohl zu machen. Die finanzielle Ausstattung der Initiative muss verbessert und die Teilnahme allen interessierten Betrieben ermöglicht werden. In der ersten Anmeldephase war die Initiative um das Doppelte überzeichnet worden.
Die Teilnahme an der Initiative Tierwohl entlässt den Lebensmitteleinzelhandel nicht aus der Pflicht, fair für uns auskömmliche Preise zu verhandeln. Der Tierwohlbeitrag gleicht nur die Mehraufwendungen für höhere Tierschutzstandards bei Schweinen und Mastgeflügel aus, trägt aber nicht zur wirtschaftlichen Stabilisierung bei.
Hilfe wird erwartet, indem etwa die Steuervorauszahlungen angepasst werden und das Land ein Liquiditätshilfeprogramm auflegt. „Auch Politik und Verwaltung sind gefordert, die Lasten und Kosten der Bürokratie für uns Landwirte deutlich abzumildern“, fordert Stahr. Der Wassercent ist nur ein Beispiel, das eine politisch entschiedene Belastung darstellt. Aber auch die Erfüllung bürokratischer Auflagen kostet Zeit und somit Geld.

Milch macht müde Männer munter

euterDer Tag der Milch, ins Leben gerufen von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, der FAO, sowie dem Internationalen Milchwirtschaftsverband (IDF) findet jährlich am 1. Juni statt. Weiterlesen

Geschäftsbericht vorgestellt

Auf dem Landesbauernverbandstag am 5. März 2015 wurde den Delegierten der Geschäftsbericht des Verbandes vorgelegt. Das Dokument umfasst neben Darstellungen sämtlicher Fachausschüsse und deren inhaltlicher Arbeit auch Angaben zur Verbandsstruktur und zu Verflechtungen im fachlichen und politischen Bereich. Weiterlesen

6. Berliner Milchforum: „18 Tage vor Quotenende — Ankommen im Markt!“

milchviehDas 6. Berliner Milchforum wird am 12. und 13. März 2015 zum Thema „18 Tage vor Quotenende – Ankommen im Markt!“ im Hotel andel’s stattfinden. Weiterlesen

Weltbranchentreffpunkt EuroTier 2014

Foto: DLG

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Mit der Rekordzahl von über 2.400 Ausstellern und 160.000 Besuchern, darunter rund 38.000 aus dem Ausland, hat die EuroTier 2012 neue Maßstäbe gesetzt. Sie war von einer positiven Stimmung bei Ausstellern und Besuchern geprägt und hat internationale Trends bei Produktinnovationen und Dienstleistungen für die Tierhaltung ins Rampenlicht gerückt. Mit dem Versand der Anmeldeunterlagen haben jetzt die Vorbereitungen für die EuroTier 2014 begonnen. Der Treffpunkt für Branchenprofis aus der ganzen Welt findet vom 11. bis 14. November 2014 auf dem Messegelände in Hannover statt und wird die Messe „EnergyDecentral“ unter ihrem Dach einbinden. Darüber hinaus wird der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) seinen Jahreskongress mit über 2.000 Tierärzten sowie die dazu gehörende Fachmesse „Veterinärmedizin“ zeitlich überlappend mit der EuroTier 2014 durchführen.
Ein attraktives Fachprogramm mit Informationen, Diskussionsforen und internationalen Fachtagungen zu aktuellen Fragen der professionellen Tierhaltung wird das Technik-Angebot der Aussteller ergänzen.
Weitere Informationen über die EuroTier 2014 sind erhältlich bei der DLG Service GmbH, Eschborner Landstr. 122, 60489 Frankfurt am Main, Ansprechpartner ist Dr. Karl Schlösser, Tel. 069/24788-254 bzw. -259, Fax: 069/24788-113, E-mail: k.schloesser[at]DLG.org. Informationen sind auch im Internet unter www.eurotier.com verfügbar.

Eutergesundheit – wichtiger Indikator für Tierwohl und Tiergesundheit

eutergesundheitDer Landeskontrollverband Sachsen-Anhalt e.V. und der Tiergesundheitsdienst der Tierseuchenkasse Sachsen-Anhalt werden aufgrund der öffentlichen Diskussion zum Tierwohl und zur Tiergesundheit sowie zu aktuellen Gesetzesänderungen am 20.10.2014 in 06118 Halle (LKV Geschäftsstelle, Angerstraße 6) von 10:00 bis 14:00 Uhr eine Informationsveranstaltung mit folgenden Schwerpunkten zu dem Thema „Eutergesundheit – wichtiger Indikator für Tierwohl und Tiergesundheit“ durchführen. Hierzu möchten wir Sie und Ihren betreuenden Haustierarzt recht herzlich einladen. Da die Teilnehmerzahl aus organisatorischen Gründen begrenzt ist, wird um Voranmeldung bis 15.10.2014 gebeten.
Programm:

  • Neue Wege im Umgang mit Mastitis – Überlegungen zur Überwachung, Bekämpfung und Therapie auf Bestandsebene – Herr Dr. Taffe, Tiergesundheitsdienst der TSK
  • MLP-Daten – Basis für ein Frühwarnsystem zur Überwachung der Eutergesundheit auf Herdenebene – Herr Dr. Naumann, LKV
  • Ergebnisse der Mastitisuntersuchungen im Labor – Frau Dr. Pfeifer, Tiergesundheitsdienst der TSK / Frau Dr. Jäsert, LKV
  • Pause

  • Neue gesetzliche Regelungen zur Tierseuchenbekämpfung (Tierseuchenvorsorge) – Herr Dr. Saldiert, Tierseuchenkasse / Herr Dr. Bachmann, LKV ATS GmbH
  • Meldungen zur Antibiotikadatenbank – Herr Dr. Kattein, MLU
  • Praktische Einweisung Antibiotikadatenbank – Frau Dr. Naumann, LKV
  • In der Pause besteht die Möglichkeit, das Zentrallabor einschließlich Mastitislabor zu besichtigen und weitere Fragen zur Antibiotikadatenbank individuell mit den zuständigen Mitarbeitern zu klären.
    Bitte teilen Sie dem LKV bis zum 15. Oktober 2014 mit, mit wie vielen Personen Sie teilnehmen.

    Workshop Proteinversorgung von Milchviehherden – Fütterung und Futterbau

    Basis für die Proteinversorgung von Milchkühen ist die Bereitstellung von Eiweiß aus dem wirtschaftseigenem Grobfutter. Ergänzend kommen Proteinkonzentrate zum Einsatz, vorzugsweise und zunehmend regionalen oder auch betrieblichen Ursprungs. Die Fütterung der Kühe muss bedarfsdeckend und kostengünstig gestaltet werden. Eine hohe Effizienz des Stickstoff- und Proteineinsatzes ist deshalb und ganz besonders hinsichtlich entstehender Umweltwirkungen von entscheidender Bedeutung. Programm: WS Proteinversorgung LLFG BV 09_14_2

    Europäische Marktentwicklung und gesetzliche Auflagen bestimmen betriebswirtschaftliche Ergebnisse

    wagnerDie betriebswirtschaftliche Situation der Landwirte ist insgesamt stabil. Die russischen Einfuhrstopps für wichtige Agrarprodukte treffen vor allem die russischen Verbraucher, weniger die einheimischen Landwirte. Diese werden vor allem durch immer neue gesetzliche Auflagen und Rahmenbedingungen belastet. Diese Einschätzung vertritt der 1. Vizepräsident des Bauernverbands, Torsten Wagner, im Rahmen der Erntepressekonferenz in Hoym. Weiterlesen