Ministerpräsident zu Agrargipfel und Praxislerntagen
Im Rahmen der Kabinettspressekonferenz am 09.06.2026 hat Ministerpräsident Sven Schulze mehrere Themen vorgestellt.
Zum einen fand in der Staatskanzlei ein Agrargipfel statt, mit dem Bauernverband Sachsen-Anhalt, dem Bauernbund sowie verschiedenen Finanzinstituten und Vertretern von Landhandel und Verarbeitung. Anlass dafür war, dass die Liquidität auf den landwirtschaftlichen Betrieben sehr angespannt ist. In vielen Bereichen gibt es aktuell keine kostendeckenden Erzeugerpreise. Damit wird es für viele Betriebe immer schwieriger, sich wirtschaftlich für die Zukunft aufzustellen. Eine gemeinsame Erklärung wurde verabschiedet, die Pressemitteilung dazu finden Sie über den nachfolgenden Link. https://kurzlinks.de/16fw
Für den Agrargipfel hatte sich der Bauernverband Sachsen-Anhalt e.V. eingesetzt, um mit den beteiligten Partnern gemeinsame Lösungswege zu diskutieren. Banken wie auch der Handel sind in der aktuellen, wirtschaftlichen angespannten Situation dazu aufgefordert, gangbare Wege mit den landwirtschaftlichen Betrieben zu finden. Es war daher wichtig, dass Ministerpräsident Schulze und Minister Richter viele Beteiligte an den Tisch geholt haben.
Das zweite Thema waren die Praxislerntage. Dazu wurde vergangene Woche u. a. mit IHK, Handwerkskammern und Arbeitnehmervertretern eine Vereinbarung unterschrieben. Mit Bildungsminister Jan Riedel werden die erfolgreichen Pilotprojekte weiterentwickelt. Das soll keine Maßnahme darstellen, um den Lehrermangel zu verringern, sondern soll eine bessere Möglichkeit bieten, mehr junge Menschen in die regionalen Unternehmen zu bringen.
Ein weiteres Thema, zu dem sich Sven Schulze auf Nachfrage der Presse äußerte: Zur EU-Agrarpolitik hat der Ministerpräsident erklärt, im Moment habe Priorität, dass Kappung und Degression kein Bestandteil der zukünftigen GAP werden. Das sei für ihn als Ministerpräsident, wie bereits im Vorfeld angekündigt, weiterhin ein wichtiges Thema und „Chefsache“. Die Direktzahlungen sind für die Landwirtschaft ein Ausgleich für höhere Auflagen, die die Produktion hierzulande kostenintensiver machen, verglichen mit anderen Teilen der Welt. Dabei zählt für den Ministerpräsidenten jeder Hektar gleich.


