DBV fordert Unterstützung für Schweinehalter in der Marktkrise
Die wirtschaftliche Lage der Schweinehalter in Deutschland ist dramatisch. „Die Marktlage ist so prekär, dass es für viele Betriebe ums nackte Überleben geht“, sagt der Veredelungspräsident des Deutschen Bauernverbandes, Hubertus Beringmeier, in eine Mitteilung des DBV
Aktuell decken die Preise nicht einmal die variablen Kosten. Die Gründe für diese Marktkrise liegen nicht bei den Betrieben, sondern in externen Faktoren: Verschlechterte Exportbedingungen, sinkende Nachfrage im Ausland sowie Antidumpingzölle und wachsender Wettbewerb durch Länder wie Brasilien belasten den Markt. Der DBV fordert von der Bundesregierung umgehende Maßnahmen, um den drohenden Strukturbruch in der Branche abzuwenden.
Zu den kurzfristigen Forderungen zählen:
- Kurzfristige Bereitstellung staatlicher von Liquiditätshilfen, verlängerte Laufzeiten in Programmen der Landwirtschaftlichen Rentenbank
- Forcierung der BMLEH-Maßnahmen zur Eröffnung neuer Märkte, insbesondere ein Regionalisierungsabkommen mit China
Weitere Forderungen, um die Rahmenbedingungen zu verbessern:
- Einführung einer steuerfreien Risikoausgleichsrücklage und Entfristung der Gewinnglättung, um Liquiditätsschwankungen besser abzufedern
- Verschiebung der Umbaumaßnahmen für Deck- und Abferkelzentren an die EU-weiten Fristen (2. Quartal 2027)
- Einführung einer verbindlichen Haltungs- und auch Herkunftskennzeichnung ab Geburt für die gesamte Wertschöpfungskette – einschließlich Verarbeitung, Handel und Außer-Haus-Verpflegung
Mehr Informationen: DBV-Forderungspapier (PDF)

