AMK einigt sich auf Regionalisierungsmodell
Die 16 Agrarminister haben sich auf der Agrarministerkonferenz Ende September einstimmig auf einen Fahrplan für das neue Düngerecht verständigt. Bundesländer sollen künftig zwischen drei Varianten wählen: das Modell mit gesamtbetrieblicher Nährstoffobergrenze statt roter Gebiete, das Modell mit roten Gebieten plus Befreiungsmöglichkeiten für nachweislich gewässerschonende Betriebe sowie das Modell ohne rote Gebiete – dafür aber flächendeckend strengere Vorgaben. Einen Überblick finden Sie auf www.bauernzeitung.de
Auf der Webseite der Agrarministerkonfernz heißt es: "Beim Düngerecht sind sich Bund und Länder einig, dass das gemeinsam entwickelte Regionalisierungsmodell geeignet ist, die unterschiedlichen Ausgangslagen in den Ländern zielgenau und verursachergerecht zu berücksichtigen und gleichzeitig die Ziele der EU-Nitratrichtlinie zu erreichen. Das Modell soll nun auf Grundlage des vereinbarten Eckpunktepapiers mit der Europäischen Kommission abgestimmt und schnellstmöglich rechtlich umgesetzt werden. Ziel bleibt ein verursachergerechtes System, eine deutliche Entlastung der Betriebe von Bürokratie und ein wirksamer Gewässerschutz sowie praktikable Kontrollen. Mit dem Regionalisierungsmodell können die Länder die Roten Gebiete abschaffen."
Die neue Düngeverordnung könnte zur Düngesaison 2028 greifen, eine frühere Umsetzung sieht Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer als Ziel, aber wahrscheinlich nicht machbar an. Wie die Umsetzung in Sachsen-Anhalt aussehen soll, wird von der Landesregierung abhängen. Vorher muss noch geklärt werden, ob wie sich das Bundesumweltministerium zu dem Beschluss der Agrarministerkonferenz positioniert.

