März-Kommentar im Informationsheft

Werte Mitglieder, werte Leserinnen und Leser,

ein gutes halbes Jahr vor der Landtagswahl hat sich unsere Landesregierung neu aufgestellt. Was im Sommer letzten Jahres noch nicht absehbar und nicht geplant war, wurde nun vollzogen, nämlich der vorzeitige Amtswechsel im Amt des Ministerpräsidenten. Neben der erfolgreichen Wahl von Sven Schulze wurde entschieden, dass das Amt des Ministers für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten für den auslaufenden Rest der Legislatur in Personalunion von Finanzminister Michael Richter übernommen wird. Eine Entscheidung, die man immer von zwei Seiten aus betrachten kann und die mehrheitlich für erhebliche Verwunderung und Diskussionen besonders unter Landwirten und im ländlichen Raum geführt hat. Landwirte sind da sensibler als man so denkt.

Nicht dass man dem Finanzminister, der mit der Führung mehrerer Ministerien schon Erfahrung hat, eine weitere Hausleitung nicht zutraut. Es ist eher das unterschwellige Störgefühl, dass man keines wirklich eigenen Ministers mehr bedarf und die vielfältigen Themen der Landwirtschaft scheinbar nebenbei abgewickelt werden können. Was aufgrund der Themenbreite und Herausforderungslagen der Branche nicht funktionieren wird, sondern derzeit eher maximalen Fokus verlangt. Dass trotzdem alles weiter seinen politischen und verwaltungstechnischen Gang geht und das Ministerium nur an der Spitze eine Veränderung erfahren hat, das muss als Gegenargument dazu angebracht werden. Und ob eine neue Person als Minister bis faktisch nur zur Sommerpause viel hätte bewirken können, das andere.

Es wäre jedoch ein sichtbares personelles Signal gewesen, dass man es sehr ernst meint mit dem ländlichen Raum und auch keine Luft an das Ministerium lässt, dass par excellence ein Ministerium für den ländlichen Raum ist. Wie so vieles im Leben ist gute und offene Kommunikation der Landespolitik nun von Nöten, um die Diskussionen gründlich einzufangen und klar zu signalisieren, dass man sich wie bisher auf allen Ebenen bis hin zur Staatskanzlei für unsere Belange einsetzen wird. Diese Botschaft muss bei Landwirten ankommen, die als Multiplikatoren erhebliches Wählerpotential aufweisen.

Die eingangs erwähnte Sensibilität von Landwirten für politische Aktivitäten greift ebenso in der aktuellen wirtschaftlichen Lage und ist eine Chance für das zuständige Ministerium, sich zu profilieren. Bis auf wenige besser laufende Produktsparten wie Geflügel und Rinder arbeiten im Gegensatz dazu Marktfrüchte, Kartoffeln, Zuckerrüben, Milch und Schwein und auch Biogas in wirtschaftlich schwieriger See mit vor allem beim Getreide wenig Aussicht auf nötige Erlössteigerungen. Der Weltmarkt gibt gerade und auf längere Sicht nichts her und parallel ist Mineraldünger preislich sehr teuer. Von den weiter steigenden CO²-Kosten und Dieselpreisen noch gar nicht gesprochen plus permanenter Anpassungen bei Löhnen. Das Ende der Fahnenstange möglicher weiterer finanzieller Belastungen ist mehr als erreicht und es gibt Signale, dass etliche Betriebe in einer Liquiditätskrise sind und Mühe haben werden, die nächste Ernte finanziell zu erreichen. Die Beschreibung geht über das der Branche anheftende Lamenti hinweg, dass es nie gut läuft, denn diese Situation ist tatsächlich anders. Die nun unter Landwirten teilweise aufkommenden Diskussionen um nötige Pachtpreisanpassungen an die wirtschaftlichen Realitäten zeigen, dass es ernst ist. Diese kämen, aber wenn mit so viel Verzug erst an, dass sie nicht wirklich zügig wirksam werden. Das Beispiel zeigt deutlich auf, dass es wirklich kompliziert ist und teilweise schon brennt auf den Betrieben.

In dieser Situation wäre es angebracht, die Partner der Branche zusammen zu bringen, um auszuloten, wo landesseitig Unterstützung geleistet werden kann. Seitens der Politik können es Maßnahmen sein, die unnötige kostenträchtige Verschärfungen mindestens aussetzen, die TA-Luft sei exemplarisch genannt, aber auch generell alles, was auf den Betrieben Kosten in der Verwaltung verursacht. Gleichzeitig müssen mindestens Berufsstand, Handel und Banken mit an Bord, faktisch ein zeitnaher Wirtschaftsgipfel für die Landwirtschaft. Landwirte sind nicht nur sensibel, sondern auch realistisch. Sie wissen, dass sie schon auch selbst aktiv werden müssen für ihre Betriebe, aber registrieren, wenn man sich versucht politisch landesseitig federführend zu kümmern. Dieses Signal und Format wäre eine Chance, um die eingangs zitierten Störgefühle zu reduzieren.

 

Marcus Rothbart
Hauptgeschäftsführer des
Bauernverbandes Sachsen-Anhalt e.V.

 

Blick ins Heft:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das komplette Informationsheft finden Mitglieder in den kommenden Tagen in der Briefpost oder vorab im Mitgliederportal.

Projekte gehen in die nächste Runde!

Auch in diesem Jahr geht es mit den LEADER/CLLD-Projekten „Beruf-Perspektive-Dorf“ und „Dorf-macht-Schule“ weiter. Wieder dabei sind die Thomas-Müntzer-Schule aus Wernigerode und die Gemeinschaftsschule aus Egeln sowie aus Oschersleben. Neu hinzugekommen sind Sekundarschulen aus Wanzleben, Genthin und Burg. Begleitet und unterstützt werden die Projekte durch die Kreisbauernverbände Nordharz, Salzland und Jerichower Land.

Bereits vergangene Woche fanden in den genannten Schulen die Auftaktveranstaltungen statt. Die Schülerinnen und Schüler freuten sich, dass auch sie an dem Projekt teilnehmen dürfen und sind schon ganz gespannt auf die nächsten Termine. Auch in diesem Intervall werden die Projekte durch Landwirtschaftsbetriebe unterstützt.

Unsere Ausbildungsplatzbörse finden Sie unter https://grüne-berufe.de/

Ziel: Junge Menschen für Land und Landwirtschaft begeistern!

Fortlaufend Neuigkeiten im Portal

Im Mitgliederportal des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt stehen Ihnen viele aktuelle Informationen gebündelt zur Verfügung. Dort finden Sie unter anderem wichtige Hinweise zu Politik und Verwaltung, Neues aus der Verbandsarbeit, aktuelle Unterlagen und regelmäßige Updates zu Themen, die für Ihren Betrieb relevant sind.

Der Zugang ist unkompliziert, eine Registrierung ist nicht notwendig. Sie benötigen lediglich Ihre Mitgliedsnummer (7 Zahlen) und Ihr Mitgliedspasswort (8 Buchstaben). Sie können über PC, Tablet oder Smartphone jederzeit zugreifen.

Falls Sie Ihre Mitgliedsnummer oder Ihr Passwort nicht zur Hand haben, helfen wir Ihnen schnell weiter. Melden Sie sich gerne bei Ihrer Kreisgeschäftsstelle oder schreiben Sie eine E-Mail an mitgliedschaft@bauernverband-st.de.

Verzerrte Berichte zum Agrardiesel

Medieninformation 03/2026

Der Bauernverband Sachsen-Anhalt e.V. kritisiert eine verkürzte Berichterstattung zur Agrardieselsteuer-Rückvergütung. Der Schluss, dass die Rückvergütung für die Landwirtschaft nicht wichtig sei, weil ein Teil der Betriebe keinen Antrag stellt, ist falsch.

Die Strukturen in der Landwirtschaft sind vielfältig. Für kleine Betriebe fällt die mögliche Rückvergütung niedrig aus, während der Aufwand für die Antragstellung und Nachweise trotzdem hoch ist. Wer den Dieseleinsatz nicht immer nach Einsatzart trennen kann oder Unsicherheiten bei der Beantragung vermeiden will, entscheidet sich mitunter gegen einen Antrag. Eine nicht vollständige Inanspruchnahme ist daher leicht strukturell erklärbar und kein Hinweis darauf, dass die Entlastung unwichtig wäre.

Die teilweise Agrardieselsteuer-Rückvergütung wirkt dort, wo sie gebraucht wird: bei Betrieben mit hohem Maschineneinsatz, die für Bodenbearbeitung, Aussaat, Ernte und innerbetriebliche Transporte in erheblichem Umfang auf Diesel angewiesen sind. Diese Betriebe stehen im internationalen Wettbewerb, können Energiekosten nicht kurzfristig ersetzen und Kostensteigerungen in der Produktion nicht einfach am Markt durchsetzen. Die teilweise Rückvergütung ist ein gezielter Ausgleich eines strukturellen Kostennachteils.

Wir wollen und brauchen die ganze Vielfalt der Betriebe – kleine und nebenerwerbliche Betriebe ebenso wie größere Mehrfamilienbetriebe. Wer Landwirtschaft seriös einordnen möchte, muss die unterschiedlichen Betriebsstrukturen berücksichtigen. 

 

Hinweis

Die durch den BR am 11.02.2026 veröffentlichten Zahlen stehen in starkem Gegensatz zu einer Umfrage unter Landwirtinnen und Landwirten in Sachsen-Anhalt zu dem Thema. Auch viele Betriebe mit wenig bewirtschafteter Fläche geben an, dass sie einen Antrag auf die teilweise Agrardieselsteuer-Rückvergütung stellen. Der Bauernverband Sachsen-Anhalt e.V. hat daher eine Anfrage an den Zoll gestellt, um die Angaben und die Berechnung für Sachsen-Anhalt zu prüfen.

Februar-Kommentar im Informationsheft

Liebe Berufskolleginnen und -kollegen, liebe Leserinnen und Leser,

Frauen gehören zur Landwirtschaft: Sie prägen Familien, Betriebe und ländliche Räume. Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2026 zum „International Year of the Woman Farmer“ erklärt. Das ist ein wichtiges Signal. In Sachsen-Anhalt sind 11 Prozent der Betriebsleiter Frauen. Noch öfter sind sie Mitunternehmerinnen und besonders oft halten sie im Alltag vieles zusammen, was nach außen nicht sichtbar ist.

Diese Sichtbarkeit ist jedoch wichtig, nicht als Symbol, sondern als Anerkennung für echte Leistung. Unsere Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt ist stark, weil viele Frauen Verantwortung übernehmen. Sie entscheiden mit, sie organisieren, sie führen Mitarbeitende. Sie kümmern sich um Tiere, Äcker, Buchführung, Vermarktung und Ausbildung. Sie bringen neue Perspektiven auf die Höfe und sie sorgen dafür mit, dass Betriebe zukunftsfähig bleiben.

Trotzdem gibt es Punkte, bei denen wir als Gesellschaft und auch innerhalb der Branche genauer hinschauen müssen. Ein sehr wichtiges Thema ist die soziale Absicherung. Frauen arbeiten häufig über Jahre und Jahrzehnte im Betrieb mit, nicht immer ist das verlässlich in der Altersvorsorge abgebildet. Die Alterssicherung der Landwirte ist ein wichtiger Baustein der Altersvorsorge, der sowohl Landwirtinnen, Ehepartnerinnen als auch mitarbeitende Familienangehörige absichert. Allerdings ist die Alterssicherung der Landwirte nur ein Baustein, der bei weitem nicht ausreicht, um ein auskömmliches Leben im Alter sicherzustellen.

Das ist ein Risiko und einer Lebensleistung nicht gerecht. Häufig hört man den Einwand, dass der Betrieb die Altersvorsorge sei. Das Argument ist nachvollziehbar, aber von den besten Jahren bis zum Altenteil kann viel passieren. Sollte beispielsweise der Ehepartner zu früh verscheiden, oder die Erben wollen oder können den Hof nicht übernehmen, wird es schwierig. Wer täglich Verantwortung trägt, muss später auch ausreichend abgesichert sein. Hier brauchen wir mehr Bewusstsein und wir brauchen Lösungen.

Das UN-Jahr soll mehr sein als ein Motto, es sollte Gespräche anstoßen. In Familien. In Betrieben. In der Politik. In Verbänden. Es geht um Wertschätzung, es geht um faire Rahmenbedingungen. Es geht auch um die Frage, wie wir Talente halten und gewinnen. Denn ohne Frauen fehlt uns ein großer Teil der Kompetenz, der Erfahrung und der Zukunftskraft in der Landwirtschaft.

Ich wünsche mir, dass wir Frauen in allen Bereichen der Landwirtschaft noch sichtbarer werden. Dass die Bedeutung der Frauen in der Landwirtschaft gestärkt wird. Vor allem aber wünsche ich mir, dass daraus konkrete Schritte in diese Richtung folgen. Damit Frauen in der Landwirtschaft nicht nur mitarbeiten, sondern als gleich anerkannt und abgesichert ihren Platz haben. Und ich wünsche uns allen, dass noch mehr junge Frauen sich in Verbänden und Gremien einbringen, um ihre Perspektiven einzubringen. Denn das ist ein Gewinn für unsere Betriebe, die Landwirtschaft und den gesamten ländlichen Raum.

 

Katrin Beberhold
Vizepräsidentin des
Bauernverbandes Sachsen-Anhalt e.V.

 

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Das komplette Informationsheft finden Mitglieder in den kommenden Tagen in der Briefpost oder vorab im Mitgliederportal.

Berliner Erklärung gegen Kappung und Degression

Die Ost-Agrarminister und Ost-Bauernverbände haben sich am Sonntagabend (18. Januar), im Rahmen der Grünen Woche, gegen die geplante Kappung und Degression der Agrarförderung ausgesprochen. In einer gemeinsamen „Berliner Erklärung“ heißt es dazu: Die Ansätze zur Kappung und Degression ignorieren Arbeitskräfteeinsatz, Wertschöpfung, regionale Verantwortung und Beschäftigungswirkung und führen insbesondere in den ostdeutschen Bundesländern zu einer systematischen Benachteiligung leistungsfähiger Betriebe.

Die von der EU geplanten Instrumente benachteiligen die historisch gewachsenen Strukturen in Ostdeutschland und gefährden diese damit in ihrem Bestand. Diese Betriebe sind in den ostdeutschen Bundesländern jedoch die größten Flächenbewirtschafter sowie Tierhalter und damit ganz wesentliche Akteure in der Produktion hochwertiger Nahrungsmittel und für den Erhalt der Kulturlandschaften und des ländlichen Raums.

Olaf Feuerborn, Präsident des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt, fordert: „In der GAP dürfen die landwirtschaftlichen Strukturen im Osten Deutschlands nicht benachteiligt werden. Verbände und Ministerien lehnen Kappung und Degression klar ab! Wir fordern eine starke 1. Säule, mehr Anreize und mehr Flexibilität.“

Sachsen-Anhalts Wirtschafts- und Landwirtschaftsminister Sven Schulze betont in einer Pressemitteilung: „Im Bereich der Einkommensgrundstützung würde das Land nach derzeitigem Stand rund 40 Prozent der Mittel verlieren. Von der geplanten Degression wären in Sachsen-Anhalt rund die Hälfte unserer Betriebe und fast 95 Prozent der verfügbaren landwirtschaftlichen Fläche betroffen. Brüssel muss verstehen, dass wir das nicht hinnehmen werden. Die Gemeinsame Agrarpolitik ab 2028 muss Einkommen sichern, Wettbewerbsfähigkeit erhalten und dabei die realen Strukturen unserer Landwirtschaft anerkennen. Kappung, Degression und Bedürftigkeitsprüfungen lehnen wir entschieden ab. Jeder Hektar muss gleich viel wert sein. Wer leistungsfähige Betriebe schwächt, gefährdet Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Stabilität im ländlichen Raum.“

Link zur „Berliner Erklärung“

Landwirtschaft erfordert Wirtschaftlichkeit!

Jahresauftakt-Pressekonferenz 2026 des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt e.V.

Der Bauernverband Sachsen-Anhalt e.V. hat bei seiner Pressekonferenz am 14. Januar 2026 die wirtschaftliche Lage in den Mittelpunkt gestellt. Hohe Betriebsmittelkosten, steigende Löhne und höhere Finanzierungskosten treffen die landwirtschaftlichen Betriebe. Aus Sicht des Verbandes braucht es politische Entscheidungen, die bessere Planungssicherheit schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit deutlich stärken.

„Entscheidend ist, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für unsere Betriebe positiv entwickeln. Wenn Kosten weiter steigen, geraten Investitionen, Betriebsnachfolge und am Ende auch die Versorgungssicherheit unter Druck. Deshalb müssen politische Entscheidungen die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Produktion stärken“, sagt Olaf Feuerborn, Präsident des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt e.V.

Der Verband begrüßt, dass die Bundesregierung die Agrarpolitik im vergangenen Jahr neu ausgerichtet hat und erste Verbesserungen umgesetzt wurden, etwa durch die Weiterführung des Agrardiesels und die Abschaffung der Stoffstrombilanz. Gleichzeitig bleibt der finanzielle Spielraum begrenzt und der nötige Abbau von Bürokratie stockt weiterhin: Der Vorstand verwies auf die anhaltend hohe Belastung durch relativ teure Betriebsmittel wie Dünger, Pflanzenschutz, Saatgut und Futtermittel. Energiepreise wirken auf alle Arbeitsschritte, zugleich steigen Lohnkosten. Viele Kosten sind kurzfristig kaum beeinflussbar. Das bremst Investitionen und erhöht das Risiko in den Betrieben.

Weitere Themen waren die wirtschaftliche Situation in der Tierhaltung, die Entwicklungen in den Bereichen Pflanzenschutz und Düngung, das Thema Wolf sowie der Generationswechsel in der Landwirtschaft.

 

Bauernverband kritisiert Mercosur-Abkommen

Der Bauernverband sieht das geplante Mercosur-Abkommen sehr kritisch. DBV-Präsident Joachim Rukwied betont: „Dieses Abkommen hat zweifellos Bedeutung für die deutsche Wirtschaft, darf aber keinesfalls zu Lasten der deutschen Landwirtschaft gehen. Damit würden wir zukünftig Lebensmittel importieren, die mit deutlich niedrigeren Tierwohl-, Umwelt- und Sozialstandards erzeugt wurden. Diese sind in Deutschland schon lange überholt. Das Ziel der EU, die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft zu stärken, rückt mit diesem Abkommen in weite Ferne. Die EU-Agrarminister müssen die letzte Chance jetzt nutzen!“
Aus Sicht des Bauernverbandes drohen durch das Abkommen spürbare Markteffekte. Da in den Mercosur-Staaten deutlich geringere Tierwohl-, Umwelt-, Klima- und Sozialstandards gelten, ist die Produktion dort oft günstiger. Erwartbar sind daher Wettbewerbsverzerrungen, etwa bei Rindfleisch, Geflügel und Zucker, auch wenn die Importe nur 1 bis 2 Prozent der europäischen Produktion ausmachen sollen. In diesen Produktgruppen gibt es innerhalb der EU bereits eine hohe Selbstversorgung. Damit wäre im Markt mehr Ware verfügbar, die zudem billiger produziert wurde.
Der Bauernverband fordert weiterhin die Nachbesserung des Agrarteils. Im Dezember fand in Brüssel eine große Demonstration statt, an der sich tausende Landwirte aus allen EU-Staaten beteiligten. Gefordert wurde unter anderem: Hohe EU-Standards und Ziele müssen im Abkommen verbindlich verankert werden.

Terminübersicht 2026

2026 bringt wieder eine Vielzahl an Terminen mit sich, nicht nur betrieblich, sondern auch verbandlich und agrarpolitisch. Wir bieten Ihnen im aktuellen Informationsheft einen Überblick über zentrale Termine des Jahres. Unten finden Sie die entsprechenden Seiten als Auszug.

Sie finden viele Termine auch in unserem Online-Kalender und können die dort direkt in Ihren Kalender herunterladen.

Neuigkeiten für Mitglieder im Portal

Zusätzlich zu den Rundschreiben erhalten unsere Mitglieder fortlaufend Neuigkeiten im Mitgliederportal. Hier stellen wir für Sie Informationen zu Veranstaltungen, alle aktuellen Topthemen der Landwirtschaft und Fachthemen zusammen.

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