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Archiv für die Kategorie: Allgemein

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Missernte in vielen Regionen Sachsen-Anhalts

24. Juli 2018/in Ackerbau, Allgemein, Ländlicher Raum, Medieninformationen/von capprecht

In dieser Woche wird der „Supersommer“ weiter anhalten. Während sich Urlauber und Ferienkinder über das schöne Badewetter freuen, verstärkt sich die Katastrophe in der Landwirtschaft weiter. Besonders betroffen sind die Regionen Wittenberg, Altmark, nördliche Börde, Jerichower Land, Salzlandkreis und Anhalt.
Noch nie hat die Getreide- und Rapsernte so früh, drei Wochen eher als normal, begonnen. Und auch alteingesessene Landwirte können sich nicht daran erinnern Mitte Juli mit der Mähdruschernte fertig gewesen zu sein. Die erreichten Erträge sind ein Desaster. Der Bauernverband hat dazu in der vergangenen Woche die Realerträge von fast 100 Mitgliedsbetrieben abgefragt.
Bei einem Vergleich zum mittleren Ertrag der Jahre 2011 bis 2016 wurde bei den Getreidearten Gerste, Roggen und Weizen zwischen 25 und 46 % weniger geerntet. Am niedrigsten waren die Erträge in Anhalt mit 25 dt/ha bei Roggen und 42 dt/ha bei Weizen. Raps ist seit Jahren in Sachsen-Anhalt eine stabile Kultur. Erträge um 40 dt/ha wurden auch auf leichten Standorten eingebracht. In diesem Jahr lag der Minderertrag mit 25 dt/ha 36 % unter dem langjährigen Mittel. Viele Betriebe haben weniger als 20 dt/ha Raps geerntet.
Zu den niedrigen Erträgen kommen noch Probleme bei der Qualität des Erntegutes. Bei Getreide ist besonders ein hoher Kleinkornanteil zu verzeichnen. Viele Partien sind nur Futter, das niedrigere Erlöse einbringt.
Auch auf den guten Standorten in der Magdeburger Börde und im Süden Sachsen-Anhalts wird eine unterdurchschnittliche Ernte eingebracht. Extreme Dürre und hohe Temperaturen machen allen Kulturen zu schaffen. Das kennzeichnet die Ausnahmesituation in diesem Jahr. Rüben haben bisher kaum einen Rübenkörper angesetzt, die Kartoffelbestände fallen zusammen, der Mais wächst seit Wochen nicht weiter und hat oft keine Kolben angesetzt. Auch bei den Sonderkulturen, wie Zwiebeln und Arznei- und Gewürzpflanzen zeichnet sich teilweise eine Missernte ab. Feldgemüse wächst auch unter Beregnung nur schlecht.
In den Grünlandregionen sind Weiden und Wiesen schon seit Wochen verdorrt, ein zweiter Aufwuchs ist nicht gewachsen. Alle Futterreserven werden genutzt, um die Tiere ausreichend zu versorgen. Nachbarschaftshilfe und verstärkter Einsatz von Stroh im Futter wird erforderlich sein, um die Tierbestände über den Winter zu bekommen.
Der Bauernverband hat in einem Schreiben an die Landesregierung Hilfen für die Landwirtschaft als Branche gefordert. Diese Dürre entspricht einer höheren Gewalt. Die außergewöhnlichen Umstände durch geringe Niederschläge und hohe Temperaturen können von den Landwirten nicht allein getragen werden. Ein Jahr lang haben die Bauern Kapital und Arbeitskraft in die Feldbestände investiert mit dem Ergebnis, dass die Witterung nur eine Missernte hat wachsen lassen. Die Erlöse aus dieser Ernte werden nicht ausreichen um in wenigen Wochen mit der Aussaat für die Ernte 2018 zu beginnen, Betriebsmittel zu kaufen und Pachten zu zahlen.
Die Krise kommt inzwischen auch in den vor- und nachgelagerten Bereichen an, wo Lohnunternehmer, Maschinenhersteller oder Baufirmen Auftragsrückgänge verkraften und Weiterverarbeitungsbetriebe sich auf eine sehr viel kleinere Rohstoffbasis einstellen müssen.
Der Präsident des Bauernverbandes, Olaf Feuerborn, sagt dazu: „Schnelle Entscheidungen sind erforderlich, damit diese Notsituation nicht zu Entlassungen oder Betriebsaufgaben führt. Damit die Landesregierung nicht auf den Abschluss der Ernte warten muss, hat der Bauernverband seine Ertragsermittlungen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen die dringende Notwendigkeit eines Nothilfeprogramms. Die Landwirtschaft ist eine tragende Säule im ländlichen Raum. Damit sie es weiter bleibt, ist Hilfe durch die Gesellschaft erforderlich und berechtigt.“

https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2018/07/maehdrescher.jpg 300 670 capprecht https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2024/06/BV_Logo_cmyk_2022.svg capprecht2018-07-24 12:36:062018-11-22 14:12:12Missernte in vielen Regionen Sachsen-Anhalts

Landwirte sind für Feldbrandgefahr sensibilisiert

4. Juli 2018/in Allgemein, Medieninformationen/von capprecht

Die ungewöhnlich starke Trockenheit verbunden mit der anhaltend starken Hitze führt in diesen Tagen vermehrt zu Feldbränden. Unsere Landwirte sind für die Vorbeugung und schnelle Bekämpfung von Feuern auf dem Feld im eigenen Interesse sensibilisiert. Die Ursachen für Feldbrände können verschieden sein. Mal sind es achtlos weggeworfene Zigaretten oder Glasscherben, die zu Bränden führen. Es kann sich aber auch während der Ernte ein Feld entzünden, wenn beispielsweise ein Maschinenteil heiß läuft oder ein Stein ins Schneidwerk eines Mähdreschers kommt und Funken schlägt.
Um im Notfall schnell reagieren zu können, sind auf den Maschinen Feuerlöscher an Bord und je nach betrieblichen Möglichkeiten Wasserfass und Scheibenegge in der Nähe. Mit Egge oder Pflug kann im Falle eines Brandes schnell eine Art Brandschutzstreifen gezogen werden, der eine weitere Ausbreitung des Feuers erschwert und ein Übergreifen auf Wald oder Siedlungen möglichst verhindert. Wie die Fälle aus den vergangenen Tagen zeigen, ist oft auch auf Hilfe der Nachbarn Verlass. Besonderer Dank und Respekt gebührt den Feuerwehrleuten, die ihren Job zumeist ehrenamtlich unter zurzeit teils großer Belastung hervorragend machen.

https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2018/07/feldbrand.jpg 300 670 capprecht https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2024/06/BV_Logo_cmyk_2022.svg capprecht2018-07-04 13:28:132018-11-22 14:12:38Landwirte sind für Feldbrandgefahr sensibilisiert

Extreme Ertragsausfälle zu erwarten – Bauern fordern Unterstützung

14. Juni 2018/in Allgemein, Medieninformationen/von capprecht

selbst auf besten Böden gibt es deutliche Schäden

Aufgrund des Ausbleibens von notwendigen Niederschlägen in den vergangenen Wochen appellieren die beiden berufsständischen Vertretungen in Sachsen-Anhalt, der Bauernverband und der Bauernbund, an die Politik, die von der Dürre betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe nicht alleine zu lassen. Weiterlesen

0 0 capprecht https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2024/06/BV_Logo_cmyk_2022.svg capprecht2018-06-14 08:03:042018-06-14 08:03:04Extreme Ertragsausfälle zu erwarten – Bauern fordern Unterstützung

Afrikanische Schweinepest auf dem Vormarsch

20. März 2018/in Allgemein, Ernährung + Lebensmittel, Ländlicher Raum, Schwein + Geflügel/von capprecht

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist auf dem Vormarsch Richtung Westen. Das Friedrich-Löffler-Institut schätzt die Einschleppung des Virus nach Deutschland als besorgniserregend ein. Der Ausbruch des Virus wäre für die Schweinehalter eine Katastrophe und würde schwerwiegende wirtschaftliche Auswirkungen nach sich ziehen. Weiterlesen

0 0 capprecht https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2024/06/BV_Logo_cmyk_2022.svg capprecht2018-03-20 09:04:362018-03-20 09:04:36Afrikanische Schweinepest auf dem Vormarsch

Geschäftsbericht informiert über Aktivitäten des vergangenen Jahres

9. März 2018/in Allgemein, Beschlüsse + Positionen, Verbandsnachrichten/von capprecht

Der Hauptgeschäftsführer des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt, Marcus Rothbart, hat auf dem Landesbauernverbandstag am 7. März 2018 in Staßfurt den Geschäftsbericht für das Jahr 2017 vorgestellt. Die Broschüre informiert in kurzen Artikeln über die wesentlichen Themen und Inhalte der Verbandsarbeit im zurückliegenden Jahr. Weiterlesen

0 0 capprecht https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2024/06/BV_Logo_cmyk_2022.svg capprecht2018-03-09 13:55:522018-03-09 13:55:52Geschäftsbericht informiert über Aktivitäten des vergangenen Jahres

Delegierte des Landesbauernverbandstages wählen neuen Vorstand

9. März 2018/in Allgemein, Medieninformationen, Verbandsnachrichten/von capprecht

Matthias Saudhof, Lutz Trautmann, Olaf Feuerborn, Sven Borchert, Christian Schmidt, Maik Bilke und Jörg Kamprad (v.l.)

Am 7. März 2018 haben in Staßfurt die 189 Delegierten der Kreisbauernverbände einen neuen Vorstand für den Landesverband gewählt. Auf dem 29. Landesbauernverbandstag stellten sich 7 Landwirte der Wahl für 6 zu vergebene Vorstandsplätze. Weiterlesen

0 0 capprecht https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2024/06/BV_Logo_cmyk_2022.svg capprecht2018-03-09 11:48:552018-03-09 11:48:55Delegierte des Landesbauernverbandstages wählen neuen Vorstand

Agrarverbände erklären Ausstieg aus Leitbilddiskussion

9. Januar 2018/in Allgemein, Medieninformationen/von capprecht

In einer schriftlichen Erklärung an Ministerin Dalbert haben heute 13 Verbände der Land- und Forstwirtschaft und des ländlichen Raums das Ende ihrer Kooperation im Leitbildprozess „Landwirtschaft 2030“ des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie bekannt gegeben. Wie der Präsident des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt, Olaf Feuerborn, erklärte, lehnen die Verbände den Anfang Dezember verschickten Leitbildentwurf ab und nehmen trotz ihrer bisherigen erheblichen inhaltlichen Vorleistungen Abstand von einer weiteren Beteiligung an diesem Prozess.
In ihrer Begründung führen die Verbände sowohl das Verfahren als Scheinpartizipation als auch widersprüchliche Inhalte an, für die sie nicht als willige Vollstrecker herhalten wollen. „Schaut man sich den Entwurf an, werden sich für den Laien kaum Widersprüche auftun. Im Detail betrachtet gibt das Papier jedoch unverantwortbare Versprechen in die Zukunft“, erläutert Feuerborn. Das vorgelegte Leitbild ist eher ein Arbeitsprogramm für das grün geführte Landwirtschaftsministerium, denn eine Perspektive für Landwirtschaft. Dabei wird die Landwirtschaft teilweise in eine Generalhaftung für unrealistische Träumereien genommen.“
Nach Ansicht der Verbände ist mindestens eine gesamtdeutsche Betrachtung notwendig, weil es nicht darstellbar ist, in Sachsen-Anhalt eine Insel der Glückseligen zu schaffen und gleichzeitig erfolgreiche Betriebe in der Landwirtschaft zu erhalten. Viele im Leitbild angesprochene Punkte werden durch übergeordnetes Recht in Bund oder EU bestimmt. Zudem bleiben die hiesigen Betriebe auch unter einer grünen Ministerin Teilnehmer im globalen Wettbewerb und können ohne die im Papier unverbindlich gehaltenen Eingeständnisse der Politik die eingeforderten Mehrbelastungen nicht tragen.
Ansprüche an eine Fortentwicklung der Landwirtschaft sind legitim. Die Landwirtschaft ist auch bereit, dem Rechnung zu tragen. Das Prinzip der Nachhaltigkeit erfordert allerdings ein Gleichgewicht von ökologischen, sozialen und ökonomischen Faktoren. Durch einseitige Schwerpunktsetzungen gerät das System zulasten der Landwirtschaftsbetriebe und der Menschen im ländlichen Raum aus den Fugen. „Schon jetzt ist die Wirtschaftlichkeit der Betriebe an ihrer Grenze. Da sollten Perspektiven eines Leitbilds auch immer ökonomisch dargestellt werden. Gerade das ist im Leitbild nicht vorgesehen und deshalb kann es von uns nicht mitgetragen werden – das wäre unverantwortlich gegenüber unseren Mitgliedern“, so Olaf Feuerborn.
Sein Dank gilt ausdrücklich allen Beteiligten, die sich auf ehrenamtlicher Basis viel Zeit genommen haben, um qualifizierte Beiträge in die Diskussion einzubringen und diese in den Workshops vorzustellen. Das Ergebnis jedoch kommt einem Vertrauensbruch gleich. Denn verabredet war, dass nur ins Leitbild aufgenommen wird, was auch Konsens ist. Tatsache ist jedoch, dass tendenziöse Programmpunkte aufgeschrieben wurden und die Nennung von Fachverbänden als „Beteiligte“ impliziert, dass Fachleute damit auch einverstanden wären. Deshalb distanzieren sich die Verbände davon und verweigern eine weitere Vereinnahmung durch die Ministerin für ihre Ziele.

0 0 capprecht https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2024/06/BV_Logo_cmyk_2022.svg capprecht2018-01-09 15:19:042018-01-09 15:19:04Agrarverbände erklären Ausstieg aus Leitbilddiskussion

Mähdrusch endet mit enttäuschenden Ergebnissen in Erträgen und Qualitäten

4. September 2017/in Ackerbau, Allgemein, Medieninformationen/von capprecht

Zum Ende der Ernte von Getreide und Raps vermelden Sachsen-Anhalts Bauern überwiegend unterdurchschnittliche Ergebnisse. „In Abhängigkeit von der Aussaat, der Niederschlagsverteilung, dem Auftreten von Spätfrösten oder dem Erntezeitpunkt schwanken Erträge und Qualitäten teils erheblich. Im Mittel können wir von einer unterdurchschnittlichen Ernte in allen Druschkulturen sprechen. Gesagt werden muss aber auch, dass es für einige Regionen die schlechteste Ernte seit vielen Jahren war. Die Erlöse sind ebenfalls schlecht, geringe Erntemengen in Verbindung mit niedrigen Preisen machen es schwer die Löcher aus 2 Jahren Krise zu stopfen oder zurückgestellte, dringende Investitionen nachzuholen“, bilanziert Marcus Rothbart, Hauptgeschäftsführer des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt e.V., auf der Erntepressekonferenz am 25. August in Hedersleben. Weiterlesen

0 0 capprecht https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2024/06/BV_Logo_cmyk_2022.svg capprecht2017-09-04 15:13:472017-09-04 15:13:47Mähdrusch endet mit enttäuschenden Ergebnissen in Erträgen und Qualitäten

Preiskrise in der Nutztierhaltung noch nicht überwunden

4. September 2017/in Allgemein, Medieninformationen, Milch + Rind, Schwein + Geflügel/von capprecht

Mit den gestiegenen Auszahlungspreisen für Schlachtschweine oder Milch ist die tiefe Preiskrise in der Nutztierhaltung aus den vergangenen zwei Jahren keinesfalls überwunden. „Zwar sind derzeit die Erlöse in der Milchviehhaltung und der Schweinemast für die meisten Betriebe kostendeckend, doch reicht das nicht aus, um die angehäuften Verbindlichkeiten zügig zu tilgen und zurückgestellte oder die politisch erzwungenen Investitionen zu finanzieren“, erklärt Torsten Wagner, 1. Vizepräsident des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt e.V. im Rahmen der Erntepressekonferenz am 25. August in Hedersleben. Weiterlesen

0 0 capprecht https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2024/06/BV_Logo_cmyk_2022.svg capprecht2017-09-04 15:11:192017-09-04 15:11:19Preiskrise in der Nutztierhaltung noch nicht überwunden

Fortschritte in der Landespolitik noch nicht spürbar

4. September 2017/in Allgemein, Ländlicher Raum, Medieninformationen/von capprecht

In der Landwirtschaft sieht man in zentralen Forderungen noch immer keine Verbesserungen eintreten, auch wenn die Anliegen des ländlichen Raums im Frühjahr nach einem offenen Brief vieler Verbände zur Chefsache des Ministerpräsidenten erklärt wurden. „Bezeichnend dafür sind ausbleibende Zahlungen der Agrarförderung oder der Umgang der Landespolitik mit dem Thema Wolf“, sagt Olaf Feuerborn, Präsident des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt e.V. am Rande der Erntepressekonferenz am 25. August in Hedersleben. Weiterlesen

0 0 capprecht https://www.bauernverband-st.de/wp-content/uploads/2024/06/BV_Logo_cmyk_2022.svg capprecht2017-09-04 15:06:432017-09-04 15:06:43Fortschritte in der Landespolitik noch nicht spürbar
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